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Um es gleich vorweg zu sagen: Die Beteiligung an einem Hotel bringt Anlegern selten Gewinn. Selbst im Luxussegment haben die meisten geschlossenen Fonds Probleme. Hotelfonds sind zum einen dadurch besonders riskant, weil ein Hotel als Spezialimmobilie auf Gäste angewiesen ist, die aus verschiedenen Gründen in Höhe der kalkulierten Zahlen ausbleiben können. Was dann? Ein Umsteuern ist schwer möglich und die Verluste lassen sich auch nicht durch andere Objekte – zumindest zeitweilig - kompensieren. Aber selbst, wenn die Auslastung stimmt und das Hotel schwarze Zahlen schreibt, heißt das noch lange nicht, dass die Anleger zufrieden sein können. Denn meist existiert ein für Uneingeweihte schwer durchschaubares und bisweilen dubioses Geflecht aus widerstrebenden Interessen der Initiatoren, der Geschäftsführung des Fonds und des Hotelmanagements. Zudem bestehen manchmal Managementverträge, bei denen „Berater“ ohne eigenes Risiko ihr eigenes Süppchen kochen. Und alle wollen verdienen. Nur die, die ihr Geld gegeben haben, sind ohne unmittelbaren Einfluss, sie müssen zunächst auf die Rentabilität dieser Managementverträge und dauerhaft auf die Fähigkeit und Integrität „ihrer“ Geschäftsführung vertrauen. Anleger lassen sich leicht blenden von einer ansprechenden Hotelanlage und den Empfehlungen von Prominenten aus Politik, Wirtschaft und Kultur, versäumen es aber, sich die Vertragskonstruktion des Fonds anzusehen. Hier bedarf es vor Zeichnung von Fondsanteilen eines externen Sachverstandes, der fragwürdige Verträge auch erkennt. Kurzum: Bei Hotelfonds laufen die Anleger Gefahr, billige Kapitallieferanten ohne ernsthafte Ertragschancen zu sein. Sie finanzieren leider gar zu häufig – oft auch zur Freude der Lokalpolitiker - Prestigeprojekte.
Ansprechpartner:

Dr. Timo Gansel
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: gansel@gansel-rechtsanwaelte.de
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