Ein Zertifikat ist eine Urkunde für ausgegebene oder hinterlegte Wertpapiere, das die Entwicklung von anderen Vermögenswerten (z.B. Produkten, Effekten, Indizes, Währungen) ausweist. Dieses Wertpapier kann eine begrenzte oder aber auch unbegrenzte Laufzeit haben.
Zertifikate sind meist unverzinst, ihr Rückzahlungskurs ist abhängig von der Wertentwicklung der Vermögenswerte (Basiswerte) an die sie knüpfen. Rechtlich gesehen sind die Zertifikate eine Schuldverschreibung des Emittenten – meist der Bank.
Als großer Vorteil für Kleinanleger wird von den Anbietern herausgestellt, dass sie mit Zertifikaten an Produkten und Produktkombinationen und damit an spezifischen Chancen teilhaben könnten, zu denen sie sonst keinen bzw. nur einen aufwendigen Zugang hätten.
In Deutschland werden Zertifikate an den Börsen gehandelt. Emittenten bieten bei ausgewählten Banken ihre Zertifikate aber auch im außerbörslichen Direktgeschäft an.
Für viele Banken ist die Emission und der Handel von Zertifikaten in den letzten Jahren zu einem lukrativen Geschäft geworden, sodass der Markt kaum noch überschaubar ist.
Auf dem deutschen Finanzmarkt sind Zertifikate ein relativ neues Produkt. Inzwischen existieren mehr als Hunderttausend verschiedene Zertifikatsprodukte mit einem geschätzten Anlagevolumen für das Jahr 2007 von über 135 Mrd. Euro.